Wissenblick

Ein Schüler blickt auf die Welt des Wissens

Weltuntergang und die Apfelbäume sind alle!

Posted by wissenblick - 15. November 2008

Untergehen tut die Welt sowieso immer mal wieder (zum Beispiel wegen der Mayas in vier Jahren oder der Klimakatastrophe irgendwann anders). Also wird es Zeit, sich auch einmal darüber Gedanken zu machen, was das für Konsequenzen mit sich bringt.

Morgen geht die Welt unter und bei Obi sind die Apfelbäume alle, da scheint so ’ne Art Pilgerweg zu enden.

Es gilt in jedem Falle, unabhängig von Religion und über alle Gesellschaftsgruppen hinweg, festzustellen, dass alleine die Information über die Apokalypse die radikalste nur denkbare Revolution unserer Gesellschaft darstellt, und uns alle in, nach Sinn lechzende, Anachronismen verwandelt.

Shit, bei Hornbach ist ’s auch nicht besser!

Mit diesem Ereignis erscheinen alle herausragenden Errungenschaften der Hochkulturen aller Zeiten trotz ihrer unglaublichen Präsenz im Grunde nur zarte, schemenhafte Artefakte auf der Oberfläche unseres Daseins zu sein.

Was machen eigentlich Katholiken in dieser Situation?

Kommt nicht vielleicht gerade jetzt unser wahres Wesen zum Ausdruck; Wir sind doch im Grunde alle wie der Erste vom Auto überfahrene Hirsch: Wir schauen unserem Ende entgegen, spüren, dass es kommen wird, aber für diese omnipräsente Bedrohung hat die Evolution von Millionen von Jahren keinen nützlichen Hinweis in unserem Hirn hinterlassen, was zu tun ist.

Die nächste Enzyklika kommt wohl ungefähr drei Wochen nach dem Untergang…

Gibt es noch einen, uns verborgenen, Ausweg? Liegt die Lösung vielleicht gerade im Bruch mit all den Gesetzen die wir kennen, im blinden Sprint gegen den nächsten Baum?

Meine Schwiegermutter möchte ihr Karma ins Jenseits retten, sie sammelt alle Hufeisen die sie findet (ich glaub sie hat da was verwechselt…), ich finde das egoistisch, mein Oma möchte nämlich auch eins.

Die Wahrnehmung der Absurdität der irrealen Versuche einen Ausweg zu finden, die Vergeblichkeit der Hoffnung projiziert sich nun unmittelbar auf eine bisher nie erfahrene transzendente Ebene.

Ich hab einen Apfelbaum gefunden, einen richtig schönen und fest in der Erde verankerten!

Der unwillkürlich präsente Gedanke einer tiefenpsychologischen Betrachtung und neurobiologischen Beobachtung der Auswirkungen dieses unikalen Geschehnisses ist nicht mehr als die Fortführung der vergeblichen und ziellosen Kummulation scheinbaren Wissens.

In der Erde verankert? Ich wollte doch einen pflanzen! Ich versteh‘ Luther nicht! Wie kann ich Bäume pflanzen, die wachsen doch alle schon in der Erde?!


Was ich damit sagen will? Manchmal hab ich einfach nichts Konstruktives im Kopf, dann kommt halt mal so was dabei heraus. Und was die Zukunft betrifft, kann ich beruhigen: Es ist wieder Sinnvolleres in Vorbereitung.

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