Wissenblick

Ein Schüler blickt auf die Welt des Wissens

Mein erster Blog

Posted by wissenblick - 9. November 2008

Hallo,

ich bin ein Schüler der Oberstufe an einem Gymnasium (in Deutschland) und ich mache mir öfters Gedanken über das, was ich über verschiedenste Wissenschaften erfahre. Ich will in der kommenden Zeit daher Nachrichten aus aller Welt mit Erfahrungen aus dem Alltag, vor allem auch aus der Schule, verknüpfen. Ich hoffe, ich kann damit den einen oder anderen Leser zu interessanten Überlegungen inspirieren.

Ich fange gleich einmal mit Gedanken zu einer Diskussion an, die schon lange amerikanische Bildungspolitiker und konservative Gläubige vieler Religionen scheinbar mehr betrifft, als diejenigen, die eigentlich für dieses Thema verantwortlich sind: die Biologen.

Ist Kreationismus heute noch irgendwie Naturwissenschaftlich zu rechtfertigen? Die meisten ernsthaften Anhänger von kreationistischen Ideen behaupten nicht (mehr?), dass es grundsätzlich keine Evolution gebe. Das Evolution funktioniert, hat man inzwischen nicht nur aus einer Beobachtung der einzelnen Bestandteile evolutionärer Entwicklung geschlossen, in bestimmten Fällen kann man der Evolution quasi zuschauen (und das sind keine Lebewesen mit einer Halbwertszeit von fünf Minuten, die man nur unter dem Mikroskop sieht). Ernsthafter Kreationismus muss sich daher heute auf eine weniger umfassende Kritik an der Evolution besinnen, die naturgemäß dort ansetzt wo die Biologie noch keine eindeutigen und endgültigen Antworten bieten kann: Bei der Entstehung ersten Lebens, großen Entwicklungssprüngen, für die noch keine Zwischenstufen auffindbar sind, und ähnlich komplexen Phänomenen. Aber sie müssen sich beeilen, denn auch Biologen finden regelmäßig neue Effekte im Umfeld der Evolution, die die eine oder andere Erklärungslücke schließen.

Ich persönlich finde immerhin beruhigend, dass die großen Kirchen, die überwältigende Mehrheit der Biologen und das deutsche Bildungssystem nicht ernsthaft an der Evolution zweifeln. Plausible Belege für göttliches Eingreifen sind wohl kaum zu finden, aber über Gottesbeweise sollen sich andere streiten.

Das war eine erste Meinung, weitere (zu anderen Themen) sind in Vorbereitung, ich freue mich auf treue Besucher dieses Blogs.

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6 Antworten to “Mein erster Blog”

  1. Ein schwerer Brocken zu beginn, dem ich inhaltlich nur Zuspruch senden kann. Es ist schwer, sich etwas anderes vorzustellen, als dass die Evolution den Menschen hervor gebracht hat. Als Agnostiker will ich allerdings die Nichtexistenz Gottes daran nicht festmachen 😉
    LG

  2. wissenblick said

    Ich wollte eigentlich keine Aussage über die Existenz eines Gottes treffen, das hier soll eigentlich kein religiöses Blog werden. (Auch wenn meine Tagcloud anders aussieht 😦 ).
    Zum größeren möglichen Missverständnis: Ich habe festgestellt, dass die Formulierung „deutsches Gymnasium“ vielleicht zweideutig sein könnte (gerade in Zeiten in denen verrückt gewordene Schüler Ausstellungen über Juden zerstören). Gemeint ist natürlich einzig und allein die geographische Position, vielleicht hätte ich den Ort lieber ganz weg lassen sollen. Von wo ich schreibe ist im Internet ja eigentlich völlig wurscht, ich gehe halt zur Schule.

  3. wissenblick said

    Wer noch Lust auf eine andere Meinung hat, findet diese hier (Ich teile diese Meinung nicht, was aber nichts über mein grundsätzliches Verhältnis zu Gott aussagt!).

  4. […] Mein erster Blog […]

  5. […] bin doch schon wieder recht nahe an meinem Anfangsthema. Vielleicht sollte ich das nächste Mal eine etwas größere Runde durch die Welt des Wissens […]

  6. […] Kommentare Dawkins vs. Feynman « Wissenblick zu Mein erster BlogNoch irgendwer Unterricht? Analyse eines kleinen Ansturms « Wissenblick zu Weihnachten […]

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